Walk Aways

Am Ende der Kindheit steht eine große Veränderung an. Körper und Geist wandeln sich Stück für Stück. Manchmal ganz schnell, manchmal schleichend beginnt eine neue Zeit. Für die Kinder und für die Eltern. Der Walkaway unterstützt in dieser wichtigen Zeit. Es ist „walk a way“ – einen, seinen Weg gehen und „walk away“ – das Aussenden der Kinder in die Natur und die Eigenverantwortung in ihrem Leben.

Den Wandel vom Kind zum Jugendlichen mit einem Naturritual begehen, diese Möglichkeit gibt ein „Walk Away“. Ein Wochenende, das Jugendliche und ihre Eltern darin unterstützen möchte, den Schritt in eine neue Lebensphase bewusst zu gehen und sich mit den damit verbundenen Veränderungen auseinanderzusetzen. Für die Jugendlichen heißt das, ihren persönlichen Wachstumsprozess bewusst zu gestalten, sich selbst auf die Spur zu kommen und sich den Fragen, die diese aufregende Lebensphase mit sich bringt, in einem geschützten Rahmen mit gut ausgebildeten und erfahrenen Begleiter/innen in der Wildnis zu stellen.

Das „Walk Away“ ist Herausforderung und Chance zugleich, sich selbst und der Natur intensiv zu begegnen, mit seinen Gefühlen, Gedanken, Grenzen und Stärken, der Landschaft, den Tieren und den Elementen in Kontakt zu treten. Es beinhaltet die Erfahrung einer Solo-Zeit alleine in der Natur.

Auch die Eltern werden beim Walk Away mit einbezogen. Es stellt ihnen die Frage „Wie können wir unser Kind begleiten auf dem Weg zu einer/m verantwortungsvollen Erwachsenen?“. So entsteht ein Übergangsritual zwischen Kindheit, Jugend und Erwachsenendasein, dass es den Jugendlichen erlaubt, ihr Wachstum bewusst zu gestalten.

Ablauf

Der Walkaway beginnt mit einem kleinen Abschiedsritual gemeinsam mit den Eltern, die ihre Kinder zum Platz gebracht haben. Der erste Tag dient der Orientierung auf dem Platz, im Wald und mit der Gruppe. Der zweite Tag dient der intensiven äußeren, wie auch inneren Vorbereitung der Solozeit. Am Abend verlässt jeder das Camp und zieht zu seinem vorher gesuchten eigenen Platz, ausgestattet mit dem nötigsten, um warm und trocken zu bleiben. Zu Sonnenaufgang des dritten Tages werden die Jugendlichen von Eltern und Team wieder im Empfang genommen. In einer geschützten Athmosphase werden die Erlebnisse der Jugendlichen geteilt und ihr Schritt gewürdigt. Ein kleines Festessen soll das unterstreichen.

 

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